Lehramt

Der Weg zum Lehrer

Ein kurzer Blick auf die aktuelle Entwicklung macht eines offensichtlich: ohne Informatik geht nichts. Aber reicht es eigentlich aus, technische Geräte bedienen und Software nutzen zu können? Oder ist mehr nötig, um selbstbestimmt handeln und mitentscheiden zu können?

Ein Fach, dass nicht nur hinter die Kulissen schaut, sondern auch einen direkten Bezug zur Praxis hält – und das schülergerecht – weiß durchaus zu fordern und zu fördern.

Der Frage, was an einem Lehramtstudium mit dem Fach Informatik reizbar ist, muss die Frage vorangestellt werden, was die Vor- und Nachteile eines Lehramtsstudiums sind. Die Sicherheit im späteren Berufsleben mag den meisten ins Auge springen. Dennoch ist es kein leichter Weg, schließlich kommen zu zwei zu wählenden Fachwissenschaften Psychologie und Pädagogik hinzu. Dafür bietet ein Lehramtsstudium vielfältige Einblicke, sehr interessante Inhalte sowie Verknüpfungspunkte. Für das spätere Berufsleben gibt es zudem verschiedene „praktische Einheiten“ (z.B. schulpraktische Übungen und Schulpraktika), so dass Studierende u.a. üben können, erworbenes Fachwissen unter Begleitung der Fachdidaktiken an Schulen schülergerecht zu vermitteln. Eigene Fähigkeiten und Fertigkeiten können somit im geschützten Raum getestet, erprobt und verbessert werden. Letztendlich lässt sich sagen, dass die Freude am Lehren und Lernen grundvoraussetzend sind. Der gegenseitige Austausch ist dabei unerlässlich.

Lehramt Informatik an der MLU

Das Unterrichtsfach Informatik gilt immernoch als neues Fach und hat viele Wandlungen durchgemacht und wird es noch durchmachen. Je nach Blickwinkel liegt der Reiz an diesem Fach woanders. So lässt sich in der Informatik besonders einfach der Bezug zur Lebenswelt herstellen und daraus interessante Fragen ableiten, die letztendlich maßgeblich für unsere Gesellschaft sind. Zudem findet sich die Informatik in nahezu jedem anderen Fachbereich wieder – sozusagen als Problemlöser. Praktische Einblicke können bei uns dank diverser Kooperationen mit anderen Instituten (u.a. auch im Bereich der Geistewissenschaften) gewonnen werden, so dass es nicht bei bloßer Theorie bleibt. Die dort gestellten Fragestellungen lassen sich wiederum auf den Informatikunterricht übertragen. Zudem ist die Informatik selbst vielseitig und keineswegs auf Programmierung oder Technik ausgelegt, erlaubt es aber mit derartigen Hilfsmitteln die Theorie auch praktisch zu erproben.

Vieles davon kann bei uns natürlich direkt ausprobiert und umgesetzt werden. Des Weiteren gibt es bei uns am Institut eine Reihe optionaler Angebote, an denen sich Lehramtsstudierende beteiligen können, wie z.B. ein- bis zweiwöchige Schülerpraktika, Eintagesveranstaltungen für Schülergruppen, eine jährlich stattfindende und ereignisreiche Schnupperwoche für Schüler und Schülerinnen u.v.m. Damit der Bezug zur Praxis nicht verloren geht und Studierende leicht Einblick in aktuelle Forschungsprojekte gewinnen können, gibt es pro Semester den „Industrie-Tag InformationsTechnologie“ mit einem breiten Angebot an Vorträgen. Das große Angebot soll aber nicht darüber hinweg täuschen, dass wir ein eher kleines Institut sind. Somit sind Professoren oft selbst direkt Ansprechpartner und die Wege bei Problemen kurz.

Checkliste für das Studium Lehramt Informatik

Man benötigt ein erfolgreich abgeschlossenes Abitur (darüber hinaus gibt es keine Zulassungsbeschränkung),

  • ein erfolgreich abgeschlossenes Abitur (darüber hinaus gibt es keine Zulassungsbeschränkung),
  • Freude daran anderen Menschen etwas beizubringen,
  • Bewusstsein, dass Informatik keine Computerwissenschaft, aber bedeutsam für eine Informationsgesellschaft ist,
  • Bereitschaft, sich mit neuen Errungenschaften kritisch auseinanderzusetzen und
  • Offenheit, um mit anderen Menschen in Kontakt zu treten.
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